ÜBERhebt sich Opel mit ‘Die Zukunft gehört allen’ oder ERhebt sich ‘Umparken …’ endlich wie Phoenix aus der Asche?

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Ist Opels neuer Claim ein Potemkinsches Dorf? Denkt man den sich aus ‘Die Zukunft gehört allen’ ergebenden Anspruch konsequent zu Ende, gibt es keinerlei Chance, dass das heutige Opel diesen auch nur annähernd erfüllen kann.

| Awake! [Be Independent]
Zuallererst klingt ‘Die Zukunft gehört allen’ eher wie der verzweifelte Hilfeschrei des Aufgekauften, zur Schlachtbank, zum Abwracken Geführten. Auch wir wollen eine Zukunft! Auch wir wollen weiterhin dazu gehören! Vor kurzem noch träumten wir vom Aufstieg in die Top4 der deutschen Autobauer. Jetzt sind wir dem Ende nah. Helft uns! Die Zukunft gehört (doch) allen!

Oft jedoch sind genau diese Nah-Tod-Erlebnisse Katharsis, Gnade und Chance zugleich, dem eigenen (unternehmerischen) Leben endlich einen Sinn zu geben, …

| Grow! [Be Brilliant]
… einen Sinn, größer als das eigene Ich. Einen alle verbindenden und einenden Sinn. Eine Vision, beyond des Blechs, das man sonst so reklamemäßig redet.

An diesem Sinn entlang zieht man sich aus dem Tagesgeschäftssumpf heraus. Richtet sich auf. Wächst. Macht sich wie neugeboren, voller Tatendrang, auf zu neuen Ufern, neuen Horizonten.

In der Tat, ‘Die Zukunft gehört allen’ könnte das ganz große Ding werden. Ein allumfassender, buchstäblich das All umfassender Anspruch, ALLE in die Zukunft hinüberzuretten, die bisher keine Resourcen, Möglichkeiten, Unterstützung bekamen.
Könnte – denn bisher weist nichts darauf hin, dass Opel seinem neuen Anspruch gerecht werden kann.

Oder ist Opel aus diesen letzten Monaten stärker denn je hervorgegangen? Wie Phoenix aus der Asche! Zu wünschen wäre es allen Beteiligten.

| Inspire (the Next)! [Be Relevant]
Ist das Management-Team gar der neue Manrique, den ich aaO beschwöre? Neben Daimler jetzt Opel? Über das Auto hinaus? Über Mobilität hinaus?

“Die Welt zum Besseren wenden. Die Menschen nicht länger belügen. Sie gesünder, nicht kranker machen. Sie länger und glücklicher leben lassen. Stadt und Land entgiften. Entschlacken. Gärten und Aussichtsplattformen schaffen, nicht Parkplätze. Straßen und Verkehrswege verschlanken. Bäume und Bänke pflanzen. Orte der Begegnung schaffen. Des Miteinanders. Seine “Heimatinsel in einen der schönsten Plätze der Welt verwandeln”.

Mobilität ist nichts anderes als ‘Menschen zusammenzubringen’.”

Ich bleibe gespannt …

… denn gaaanz zu Ende gedacht ist der Claim noch nicht:
Am Ende wird es die “Die Zukunft gehört uns allen” heißen müssen. Betonung auf UNS. Uns Menschen, die wir wieder Nukleus allen unternehmerischen Denkens und Handelns sein müssen.

Der ganze Markt spricht uns Menschen nicht direkt an. Traut sich nicht, ein Wir-Gefühl zu beschwören. Aber genau darum geht es: WIR sind die Zukunft. Gemeinsam. Gemeinsam müssen wir daran arbeiten, dass die Zukunft uns allen gehört.

In diesem Sinne!
#stopmakingsense

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