Je kleiner der Mensch, desto größer das Automobil – #überholspuren*

Habt Ihr das auch schon bemerkt: Je größer das Auto, desto kleiner der Mensch. Nicht nur im wortwörtlichen Sinne – mit all seinen Raum- bzw Platz-Phobien, Berührungsängsten auf der Passanten-, und Handlingproblemen, sowie Vorherrschafts-, Überheblichkeits- und Allmachts-Fantasien auf der Passagier-Seite?

Passanten überkompensieren ihre (irrationalen) Ängste schließlich, indem sie sich ebensolche viel zu mächtigen (im doppelten Wortsinne) Automobile zulegen. Siehe dazu auch: aus dem Fenster.

GrosseAutosKleineMenschenEbenso im übertragenen Sinne: Je größer das Auto, desto kleiner der Mensch – oder klarer: Je kleiner der Mensch, desto größer sein Auto. Je ängstlicher der Mensch, desto größer das Automobil. Je Minderwertigkeitskomplex-beladener der Mensch, desto größer das Automobil. Je egoistischer der Mensch, desto größer das Automobil.

Jetzt kommt mir nicht mit dem Handwerker, der das Auto braucht! Der ehrliche Handwerker kauft ein ehrliches Auto. Ein Nutzfahrzeug – kein Protzfahrzeug. Punkt.

Aus der obigen Beziehung kann nichts Positives entstehen. Hier fehlt Augenhöhe, sind die wahren Verhältnisse umgekehrt. Solch eine Beziehung, die Vorherrschaft des Automobils, gibt uns einen Vorgeschmack auf die Dystopien der Maschinenherrschaft.

Ich habe zudem kein Problem mit der Mutter, die das Auto zum Transport ihrer Kinder benötigt – solange sie nicht in der zweiten Reihe, auf dem Behindertenparkplatz, auf zwei Plätzen in der Tiefgarage, auf dem Bürgersteig wie ihre männlichen Vorbilder parkt. Oder 60 in der 30er-Zone vor der KiTa/Schule fährt, da sie es eilig hat, Karriere zu machen, wie all ihre männlichen Kollegen. Genauso klein wie diese. Auf Kosten aller anderen.

Je größer das Auto, desto kleiner der Mensch. Nicht nur im Individual-Sinne, sondern auch im Gesamtgesellschaftlichen.

Die Menschheit passt sich dem Auto an – besser: den Profitfantasien der Automobilindustrie. Denn wo steckt die versprochene Mobilität? Die Freude am Fahren? Der Vorsprung durch Technik? Im Stau allein auf der Autobahn jeden Morgen, jeden Abend? In der spritfressenden Parkplatzsuche in den Städten? Im Handling dieser Lastkraftwagennutzfahrzeugekastenwagen in jeder Tiefgarage, engen Einfahrt, dem normalen Parkplatz am Straßenrand? In toten und verletzten, ups übersehenen, Radfahrern, Kindern, Schwächeren? Wacht endlich auf!

“Kleine Menschen machen andere kleiner”, wir aber brauchen – auf der Straße und im Management – große Menschen, denn “Große Menschen machen andere größer”:

“Wir benötigen eine eigene Vision – größer als wir selbst -, um die Großen unter den Menschen zu inspirieren. Menschen, die wiederum andere Menschen nicht klein machen und unterdrücken aufgrund egoistischer, kleingeistiger,  kurzfristiger, innovationsfeindlicher, zukunftsfeindlicher, menschenfeindlicher Motive.

Menschen, die umgekehrt das Große – und großartige – wieder in uns allen sehen und freisetzen. Menschen, die Unternehmen, die Gesellschaft, die Weltgemeinschaft gar, einen. Uns vorbildlich vorangehen, gemeinschaftlich voranbringen. Jeden einzelnen Menschen. Jeden einzelnen Menschen über sich hinauswachsen lassen – und damit uns alle.”

Ob wir diese Menschen in einem großen Automobil finden?

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| Jeder, wie er kann – aber:
| Great Drivers Lead by Example!

| Wie wir fahren & lenken,
| so handeln & denken,
| führen & leben wir.

| What keeps You from Making a Difference?
| Be a Spark! Cha[lle]nge the Game! Leave a Mark!

| Wir sollten reden!

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* überholspuren: “Wachsen wir über uns hinaus: Fahren und 
führen wir einfach (ein klein wenig) klüger.” – rs