Nö, es wird keine Revolution geben, I – Repost zum 5-Jährigen

Die Intelligenz schwatzt lieber neunmalklug und macht sich nicht die Finger schmutzig. Die Elite hat es längst getan und verdient diesen Titel also nicht mehr.

Die Medien haben sich entschieden, als Prostituierte der Macht bequemer ihr Geld sich zu verdienen als durch Revolution und Innovation. Boulevard of broken promises.

‘Es ist nicht Aufgabe der Agentur, eine Meinung zu haben oder Politik zu machen’, sagte man mir einmal. Ja, was denn sonst!??

In der Politik gibt es seit 68 oder so Jahren keine wahre Leidenschaft, nur Ware, nur Lug und Trug, Selbstbeweihräucherung und -bereicherung, Verantwortungslosigkeit, Kommerz (Euphemismus für Korruption), Sach- und Fucktionszwang.

Der Politiker wechselt in die Wirtschaft und wird statt Revolutio- lieber Millionär.

Bildung, die letzte Chance des Paradigmenwechsels, ist längst so hohl wie der Kopf ihrer Lehrerschaft. Eltern atmen heiße Luft. Die Jugend versteckt sich hinter fetten Bäuchen, Chipstüten, No-Name-Cola, der eigenen Dummheit vor der drohenden Zukunft.

Wir sind die Generation der Lebens-Analphabeten. Unsere Kinder noch zu bequem, sich darüber zu beschweren, dass über ihrer schulischen Notdurft die Deckenfarbe blättert. Lethargische Gestalten, die weder uns, noch sich werden retten können, geschweige diese Erde. Warum sollten sie auch? Die Krücken kassieren ja Stütze.

Wir verklagen die Lehrer, statt unserer Brut mal gehörig in den virtuellen Hintern zu treten. Könnte uns ja selbst erwischen. Soviel Selbstkritik geht uns ab wie sonst nur einer beim Frauentausch (Promi-Special).

Haben keinen Respekt mehr vor unserer eignen Elterngeneration, beschimpfen sie allüberall ob ihres Alters, ihrer Armut, ihres Alzheimers. Statt von ihnen Anstand, Respekt und Selbstverantwortung gelernt zu haben. Wir sind zu den Typen geworden, vor denen sie uns immer warnten.

Das nennen wir Rebellion. Schreiben können wir es nicht.

Immer hart am Schwächsten entlang. Da sind wir beerenstark.

Frauen polemisieren gegen Weiblichkeit und ihren Erfolg. Zu bequem, über sich hinauszuwachsen, inspirierend voranzugehen. Wohlverzogen von ihren ‘däm’lichen Müttern.

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Ach, aus der Perspektive unserer Couch ist alles so wundervoll alternativlos. Wir kennen die Lösung, verraten sie nicht. Das schreiben wir prompt, so wir es je lernten, in unsere Blogs, ins Facebook oder Google. Drehen gar ein Video, das uns wieder nicht zu Britney Spears macht.

Sind gutgläubige Internetjünger und warten auf Erlösung. Allein, sie wird nicht kommen. Sitzen über-lustig am größten Stammtisch der Welt, aktualisieren unsere Designs, schauen in diesen online Spiegel, den wir ach so hassen, und verschwenden wertvolle Zeit mit der Kommentierung aktueller Skandale. Fühlen uns kurz (und) gut, stürmisch im Wasserglas, bedeutend und von uns selbst berauscht.

Stehen dann morgen wieder unverrichteter Dinge auf, schütteln den Kater ab, sharen seine Frau mit flottem Spruch, lachen über die Dummheit unseres Hamsters im Rade.

Dabei trainiert der doch wenigstens für bessere Zeiten, wir kämen damit gar nicht mehr zurecht: Freiheit (die heißt heute Kompromiss), Sex (heißt heute Pornographie), und Revolution (heißt heute Reform).