Vorbild sein bedeutet, ein Ziel größer als man selbst zu verfolgen

30. Juni 2010: Es ist so einfach inspirierendes Vorbild zu sein – Warum nur sind es so wenige?

Nun, ein wirklich vorbildliches Denken und Handeln geht sehr schnell ans Eingemachte, wie man so schön sagt. Man muss sich selbst zurücknehmen. Man muss Prioritäten setzen, die ausserhalb des eigenen Egoismusses liegen. Man muss sich zuallererst um das Wohl seiner Umgebung, seiner Nachbarschaft, Abteilung, Unit, Marke, Unternehmung, der Zukunft kümmern.

Als Vorbild muss man sich selbst in den Dienst einer Sache, Aktion, Vision, Philosophie stellen, die größer ist als man selbst. Muss sich einer Aufgabe stellen, die persönliche Entbehrungen, die unbequeme Entscheidungen für einen selbst (und andere) mit sich bringen kann.

Das fällt den allerwenigsten leicht, entsprechend lassen sich die allerwenigsten darauf ein. Genau an diesem Einlassen wollen müsste man aber das wahre Vorbild von bloßen Schauspielern bzw. Lobbyisten in eigener Sache unterscheiden können. Und man kann.

Vorbilder entwickeln Kultur. Vorbilder entwickeln Individuen. Vorbilder entwickeln vor allem sich selbst. Idealerweise in Richtung eines Ideales. Eines Ideales, das Ideal sein kann von vielen, das vielen vorangehen kann, dem viele gerne und engagiert folgen. Eines Ideales, für das man gerne Prioritäten setzt und Egoismen zurücknimmt. Womit sich der Kreis schliesst.

Falsche Vorbilder führen in die Irre, die richtigen Vorbilder führen in die Zukunft, den mentalen und materiellen Wohlstand, in die Realisierung einer Vision. Einer Vision, der jeder gerne folgt, spürt er doch, im Rahmen dieser großen Vision wiederum die eigene, individuelle Vision realisieren zu können.