#liebesleader (1): Courage statt Comfort (Zone)

Wir sind so fett, faul und alt inzwischen. Courage ist für uns eine wütende Kuhherde. Jagen nur noch grauhaarig in Horden, lassen jeden wahren Dieb zwischen Euphemismen entwischen.

Bremsen einfach aus die Welt, die sich immer schneller unter unseren Füßen (angeekelt weg)dreht, wie es uns gefällt. Kommen überall zu spät. Lassen uns bestrafen vom Leben der anderen, weil wir unseres nicht leben, nicht vermissen, nicht einfordern, nicht träumen, nicht dafür kämpfen.

Lassen sie gewähren, ‘für ein Land, in dem wir gut und gerne leben’, wie sie es uns hinter die Ohren schreiben, auf die Lider tätowieren, in unsere Herzen gravieren, auf dass wir schwerer werden, schwermütiger, noch behäbiger in unserer Comfort Zone, hinter dem Ofen, auf dem Sofa – ohne es zu merken. Lassen uns – doppelt passiv – managen, nicht führen, verführen, lassen uns konsumieren und funktionieren, nicht kreieren, abstrahieren, innovieren.

Lassen uns am medialen Ring durch die Manege ziehen, lassen uns treiben durch das falsche Dorf, lassen uns weiden auf der gestrig-schalen Weide, weiden uns am Elend unserer Nächsten. Statt dem Establishment unter die Augen zu reiben, was wirklich brennt auf unserer Haut, auf unserer Erde. Sehen das Ende, aber kehren nicht um, scheren uns nicht darum. Bumm. Bumm.